Vorbereitungen auf die Saison 2012

Nach Abschluss der Saison 2011, laufen nun die Planungen für die kommende Saison 2012 auf Hochtouren.

Das Team durfte sechs neue Mitglieder begrüßen. Zwei von ihnen zeichneten bereits für die Rohform des Fahrersitzes verantwortlich (Details hierzu folgen später im Text) und planen nun den Bau der Stabis. Das Ricardo Wave Modell – eine Computersimulation des Motors – das Ersetzen aller Relais durch Mosfets (Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren), die Berechnung des Krümmers und die zugehörige Materialbeschaffung sowie die Öffentlichkeitsarbeit von GET racing gehören zu den Aufgabenfeldern der anderen vier neuen Mitglieder. Ein Update der Teammitglieder erfolgt in Kürze.

Zahlreiche Teile des neuen Rennwagens sind inmitten ihrer Konstruktionsphase, bei anderen hingegen geht es schon um die Materialbeschaffung. „So gut haben wir noch nie im Rennen gelegen“, lobt Carsten sein Team. Die Planungen sind bis hierhin gut vorangeschritten. Ziel ist nun, die ersten Teile des neuen Rennwagens Anfang 2012 fertig stellen zu können.

Die Konzeption des neuen Dashboards für das Modell 2012 ist abgeschlossen: Es wird in seinen grundlegenden Funktionen verschlankt und erhält LED-Technik, die sich hinter getöntem Plexiglas verstecken wird. Als komplette Neuerung plant das Team einen sogenannten Zigbee-Sendereinzubauen. Mit dem wird es möglich sein, Telemetrie-Daten des Rennwagens parallel zu seinem Einsatz auf einem Handheld auszuwerten.

Der Fahrersitz stellt in den Konstruktionen des neuen Rennwagens den Fixpunkt dar. Der Rahmen, Motor und sämtliche Anbauteile werden um den fertigen Sitz herum arrangiert. Die Rohform des Sitzes steht und ist bereit zum Scannen. Hierbei werden Teile als originalgetreues 3D-Modell in unsere Konstruktionsumgebung Dassualt CATIA übertragen, einem anerkannten 3D-Entwicklungsprogramm im Ingenieursbereich.

Das komplette Trockensumpf-Öl-System (siehe Bild links) des Motors wurde überarbeitet und ist nun ohne Fräs-Arbeiten am Motor montierbar. Das Bild zeigt die CARTIA-Darstellung des Ölsystems.

Die Motorkühlung wird bei dem neuen Rennwagen mittels einer elektrischen anstelle einer mechanischen Wasserpumpe realisiert. Um das Gewicht zu reduzieren, wird das Kühlsystem aus leichten Aluminiumrohren gefertigt. Nur die Bögen werden noch wie bislang aus Gummischläuchen bestehen

Zur Erklärung: Von der Länge des Saugmotors hängt die Resonanzfrequenz der im Saugmotor schwingenden Gassäule ab. Tritt diese Resonanz auf, unterstützt dies die Zylinderbefüllung. Eine Verbesserung der Motorleistung um zehn bis 15 % ist die Folge. Und das ohne zusätzlichen Aufwand.Auch Geometrie und Durchmesser des neuen Krümmers stehen fest. Hier geht es bereits an die Beschaffung des geeigneten Rohrmaterials. Der zugehörige neue Endschalldämpfer konstruiert das Team im Gegensatz zum Vorjahresmodell komplett in Eigenregie. Mit dem Ansaugtrakt geht GET ra cing ei nen ganz neuen Weg. Die Länge der Ansaugrohre soll stufenlos verstellbar sein.

Die Saugrohrlänge legt also fest, bei welchen Drehzahlen dieser Resonanzeffekt entsteht. Wählt man die Saugrohrlänge so, dass dieser Effekt bei hohen Drehzahlen auftritt, ist die Leistung im niedrigen Drehzahlbereich schlechter – und anders herum.

Daher plant das Team eine kontinuierlich stufenlose Verstellung des Saugrohrs, sodass der Resonanzeffekt auf dem Drehzahlbereich zwischen 6000 und 11000 U/min genutzt werden kann.

Der Motor hat dadurch zugleich viel Kraft von unten heraus, wie auch eine hohe Spitzenleistung. Der Regler für die Längenverstellung steht in Planung.

Eine weitere Neuerung erfährt die Anti-Hopping-Kupplung, die ab der Saison 2012 mit der Hand und nicht mehr mit dem Fuß betätigt wird. Die zugehörige Pedalbox (siehe Bild) ist bereits fertig.

 

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