FSG 2018 – Eventbericht

Die Formula Student Germany sollte für uns den krönenden Abschluss der Saison darstellen. Wir waren sehr froh, dass wir uns auf Anhieb einen der heiß begehrten Plätze bei dem Event in Hockenheim ergattern konnten, da zahllose andere Teams ebenfalls das Ziel hatten zu dem größten Formula Student Event der Welt zu fahren. Am 07.08.2018 machten wir uns früh am Morgen auf den Weg Richtung Süden und waren nach einer knapp 6 stündigen Fahrt am Hockenheimring angekommen. Direkt nach der Ankunft machte sich ein Teil des Teams auf, das Team anzumelden während sich der Rest um die Campsite und um den Wagen kümmerte. Nach der Anmeldung konnten wir unsere Pit beziehen, welche wir uns mit Hamburg, Schweinfurt, Mailand und Linköping teilten.

Scrutineering
Vor der Opening Ceremony wurden schon diverse Sachen für die technische Abnahme (Scrutineering) am Mittwoch vorbereitet. Doch FSG ist nicht grundlos bekannt für die strenge Durchsetzung der Regeln. Beim Scrutineering traten trotz 2 zuvor bestrittenen Events diverse Mängel auf, welche den ganzen Tag in Anspruch nehmen sollten. Das Team ließ sich dadurch aber nicht Entmutigen und arbeitete bis tief in die Nacht daran die Scrutineers am Donnertag nicht zu enttäuschen. Nachdem am Donnerstagvormittag erst die statischen Disziplinen auf dem Plan standen ging es am Nachmittag zum Re-Scrutineering, mit Erfolg.

Statische Disziplinen
Die statischen Disziplinen sollten alle am Donnerstagvormittag stattfinden, was eine Herausforderung für das Team darstellte da nicht viel Zeit zum Durchatmen und Organisieren blieb. Beim Design Report wurde FSG-gemäß der Wagen auf Herz und Nieren geprüft und hinterfragt. Trotz der teilweise kniffeligen Fragen konnte sich das Team mit der Konstruktion behaupten. Der Cost Report – welcher bei den 2 vorherigen Events sehr gut aufgenommen wurde – konnte auch bei FSG einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn sich die Methoden der Judges von den anderen Unterschieden hatte. Zuletzt war noch die Business Plan Presentation auf dem Plan, welche diesmal zwar von anderen Teammitgliedern vorgestellt wurde als es bisher der Fall war. Trotz allem konnten sie das Konzept gut präsentieren.

Dynamische Disziplinen
Da am Donnerstag bereits alle Probleme bei „Rüdiger“ behoben wurden konnten wir am Freitag das erste Team im Skidpad sein. Nach den ersten 2 Runden wurde die Fahrt analysiert und der Wagen etwas optimiert. Diese Änderungen wurden zunächst in der Test-Area erprobt bevor es dann zu weiteren 2 Runden auf den Skidpad Kurs ging. Die Fahrer waren zu diesem Zeitpunkt zufrieden mit den Einstellungen und so ging es sofort weiter zur Acceleration. Dort fuhren wir alle 4 Runs direkt hintereinander. Glücklicherweise überstand „Rüdiger“ diesen Tag ohne jeglichen Schaden zu nehmen, was dem Samstag viel Stress ersparte. So hatten wir die Gelegenheit uns viele andere Teams und Wagen anzuschauen. Mittags absolvierten wir dann die ersten 3 Runs im Autocross, danach wurde nochmals die Fahrt analysiert und Optimierungen vorgenommen. Am Nachmittag traten wir dann die anderen 2 Runs im Autocross an und absolvierten diese erfolgreich. Mit der Beendigung des Autocross hatten wir uns somit auch für das Endurance am Sonntag qualifiziert und konnten guten Gewissens zum ersten Teil der Award Ceremony am Abend gehen. Durch eine gute
Zeit beim Autocross starteten wir am Sonntag gegen 09:30 Uhr. Die erste Hälfte des Endurance verlief gut, außer dass die Schaltung nach einigen Runden versagte. Selbst der Fahrerwechsel lief problemlos und so konnten wir in die zweite Hälfte starten. Diese lief ebenfalls gut bis 2 Runden vor Schluss der Motor aus ging und leider nicht wieder ansprang. Dies war ein bitteres Schicksal, welches wir mit der Hälfte aller Teams teilten.

Schlusswort
Dennoch nahm uns das nicht den Mut, immerhin hatten wir es fast durch das ganze Event geschafft und waren froh darüber diese Erfahrung gemacht haben zu können. Wir waren uns bewusst, dass das Niveau bei FSG hoch sein würde und wir haben alles getan um diesem gerecht zu werden. Auch wenn wir nicht alle Disziplinen abschließen konnten, kann man dennoch behaupten dass wir alles erreicht haben was wir erreichen konnten und dass wir mit allen Erfahrungen und allem Gelernten bereits jetzt auf die neue Saison freuen…
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