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Interview mit GET racing - Organisator Michael Baumeister
24.01.12

"Wir sind sehr zuversichtlich“ – Michael Baumeister über den aktuellen Stand der Planung und Ziele der neuen Saison.

 

 

Was nimmt sich das GET racing-Team für die neue Saison vor?

 

Unser vorrangiges Ziel ist es, in diesem Jahr eine bestmögliche Leistung auf den Events in Hockenheim und Györ (Ungarn) zu zeigen. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich, was die Performance des eigenen Wagens angeht. Allerdings wird es uns die Konkurrenz sicher nicht leicht machen.

 

Wie weit seid Ihr mit der Planung des neuen Wagens?

 

Gegenwärtig befinden wir uns in der Konstruktionsphase. Das endgültige Design aller Bauteile wird fertiggestellt und in das Gesamtmodell integriert. Erst wenn diese Arbeiten vollständig abgeschlossen sind, kann mit der Fertigung begonnen werden.

 

Welche Herausforderung muss das Team in der Konstruktion meistern?

 

Bereits zu Beginn der Konstruktion muss man sich vor Augen halten, dass der Erfolg oder Misserfolg des gesamten Konzeptes an einem einzigen Teil hängen kann. Daher müssen wir bei der Konstruktion neben dem höchstmöglichen Optimierungsgrad auch auf eine zuverlässige Auslegung aller Bauteile achten.

 

Siehst Du Ausbaupotential im Vergleich zum alten Rennwagen?

 

Jeder Rennwagen birgt immer eine Fülle von Verbesserungsmöglichkeiten. Jedes Event zeigt weiteres Verbesserungspotential. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich, etliche Punkte gefunden zu haben, die Leistung des gesamten Wagens erhöhen zu können.

 

Wann wird denn der neue Wagen fertig gestellt?

 

Als fixe Deadline ist hier der 9. Juli zu nennen. Unser Ziel ist es natürlich, zu einem früheren Termin den Wagen fertigzustellen um mit einem größtmöglichen Puffer in die Testphase einsteigen zu können.

 

Wie läuft so eine Testphase ab?

 

Zu Beginn werden wir den Motor im Stand auf Herz und Nieren prüfen. Erst im Anschluss kann mit ersten Testfahrten begonnen werden. Vorrangig achten wir hierbei auf das Fahrwerk und das Ansprechverhalten und nehmen hier gegebenenfalls Optimierungen vor. Neben der Überprüfung der technischen Eigenschaften, wollen wir aber auch den Fahrern die Möglichkeit geben, ein Gefühl für den Wagen zu entwickeln.

 

Wann tritt GET racing mit dem neuen Wagen auf?

 

Den ersten öffentlichen Auftritt wird der neue Wagen auf dem Event in Hockenheim haben. Dieses wird vom 31.07 bis 05.08 auf dem Hockenheimring stattfinden. Im Anschluss planen wir noch eine Teilnahme am Event in Györ, Ungarn.

 

 
GET racing kann neue Fortschritte verzeichnen:
04.01.12

Der Rahmen des neuen Rennwagens ist in CATIA fertiggestellt und ist bereit, simuliert zu werden. Im Vergleich zum Vorjahreswagen wird der Rahmen niedriger und zugleich länger.

Die Platinen für das Dashboard sowie der Großteil der benötigten Teile sind angekommen. In zwei Wochen sollen die ersten Probeläufe mit dem Dashboard beginnen, plant der hierfür zuständige Christoph Deussen.

Der CAN-Adapter, der die Daten aus dem Fahrzeug für den Controller übersetzt, wird nun in Angriff genommen. Parallel dazu steht das Auxiliary Control Unit-Programm, das diese Daten zur Kontrolle der Motorperipherie auswerten soll, in Planung.

Auch gibt es Neues von den Mosfets: Das Platinenlayout hierzu steht, sodass die Testphase beginnen kann.

 
GET racing wünscht frohe Weihnachten!
21.12.11

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Vorbereitungen auf die Saison 2012
11.12.11

Nach Abschluss der Saison 2011, laufen nun die Planungen für die kommende Saison 2012 auf Hochtouren.

Das Team durfte sechs neue Mitglieder begrüßen. Zwei von ihnen zeichneten bereits für die Rohform des Fahrersitzes verantwortlich (Details hierzu folgen später im Text) und planen nun den Bau der Stabis. Das Ricardo Wave Modell - eine Computersimulation des Motors - das Ersetzen aller Relais durch Mosfets (Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren), die Berechnung des Krümmers und die zugehörige Materialbeschaffung sowie die Öffentlichkeitsarbeit von GET racing gehören zu den Aufgabenfeldern der anderen vier neuen Mitglieder. Ein Update der Teammitglieder erfolgt in Kürze.

Zahlreiche Teile des neuen Rennwagens sind inmitten ihrer Konstruktionsphase, bei anderen hingegen geht es schon um die Materialbeschaffung. „So gut haben wir noch nie im Rennen gelegen“, lobt Carsten sein Team. Die Planungen sind bis hierhin gut vorangeschritten. Ziel ist nun, die ersten Teile des neuen Rennwagens Anfang 2012 fertig stellen zu können.

Die Konzeption des neuen DashbDas Ölsystem in CARTIAoards für das Modell 2012 ist abgeschlossen: Es wird in seinen grundlegenden Funktionen verschlankt und erhält LED-Technik, die sich hinter getöntem Plexiglas verstecken wird.

Als komplette Neuerung plant das Team einen sogenannten Zigbee-Sender einzubauen. Mit dem wird es möglich sein, Telemetrie-Daten des Rennwagens parallel zu seinem Einsatz auf einem Handheld auszuwerten.

Der Fahrersitz stellt in den Konstruktionen des neuen Rennwagens den Fixpunkt dar. Der Rahmen, Motor und sämtliche Anbauteile werden um den fertigen Sitz herum arrangiert. Die Rohform des Sitzes steht und ist bereit zum Scannen. Hierbei werden Teile als originalgetreues 3D-Modell in unsere Konstruktionsumgebung Dassualt CATIA übertragen, einem anerkannten 3D-Entwicklungsprogramm im Ingenieursbereich.

Das komplette Trockensumpf-Öl-System (siehe Bild links) des Motors wurde überarbeitet und ist nun ohne Fräs-Arbeiten am Motor montierbar. Das Bild zeigt die CARTIA-Darstellung des Ölsystems.

 

 

 

Die Motorkühlung wird bei dem neuen Rennwagen mittels einer elektrischen anstelle einer mechanischen Wasserpumpe realisiert. Um das Gewicht zu reduzieren, wird das Kühlsystem aus leichten Aluminiumrohren gefertigt. Nur die Bögen werden noch wie bislang aus Gummischläuchen bestehen

Auch Geometrie und Durchmesser des neuen Krümmers stehen fest. Hier geht es bereits an die Beschaffung des geeigneten Rohrmaterials. Der zugehörige neue Endschalldämpfer konstruiert das Team im Gegensatz zum Vorjahresmodell komplett in Eigenregie. Mit dem Ansaugtrakt geht GET ra cing ei nen ganz neuen Weg. Die Länge der Ansaugrohre soll stufenlos verstellbar sein.

Zur Erklärung: Von der Länge des Saugmotors hängt die Resonanzfrequenz der im Saugmotor schwingenden Gassäule ab. Tritt diese Resonanz auf, unterstützt dies die Zylinderbefüllung. Eine Verbesserung der Motorleistung um zehn bis 15 % ist die Folge. Und das ohne zusätzlichen Aufwand.

Die Saugrohrlänge legt also fest, bei welchen Drehzahlen dieser Resonanzeffekt entsteht. Wählt man die Saugrohrlänge so, dass dieser Effekt bei hohen Drehzahlen auftritt, ist die Leistung im niedrigen Drehzahlbereich schlechter – und anders herum.

Daher plant das Team eine kontinuierlich stufenlose Verstellung des Saugrohrs, sodass der Resonanzeffekt auf dem Drehzahlbereich zwischen 6000 und 11000 U/min genutzt werden kann.

Der Motor hat dadurch zugleich viel Kraft von unten heraus, wie auch eine hohe Spitzenleistung. Der Regler für die Längenverstellung steht in Planung.

Eine weitere Neuerung erfährt die Anti-Hopping-Kupplung, die ab der Saison 2012 mit der Hand und nicht mehr mit dem Fuß betätigt wird. Die zugehörige Pedalbox (siehe Bild) ist bereits fertig.

 

 

 

 

 


 
Formula Student Hungary – Vierter Tag

Heute fand das Endurance Race statt. Die Startreihenfolge des Endurance ist umgekehrt der Bestzeiten des Autocross. Einige Teams, die in der Startreihenfolge weit vorne waren, konnten ihr Auto nicht rechtzeitig startklar machen, sodass wir schon an zehnter Stelle gestartet sind. Die erste Hälfte des Rennens bestritt Christoph Skibbe. Alles lief ohne Probleme und wir waren guter Dinge. Beim Fahrerwechsel stellte sich jedoch heraus, dass der Kühler aufgesetzt war und dadurch Wasser verlor. Unter diesen Umständen verboten uns die Marshalls, das Rennen fortzusetzen. Ironie des Schicksals: Sowohl der Kurs in Hockenheim als auch unsere Teststrecke sind deutlich unebener als der hiesige Kurs. Wir vermuten, dass der Wagen auf Grund des immensen Grips sich auch stärker zur Seite neigen und deshalb erst mit dem Kühler aufsetzen konnte. Im Gesamtergebnis sind wir auf dem 21. Platz gelandet was ohne Defekt sicherlich nicht so ausgegangen wäre. Im Endurance haben wir es trotz unseres Ausfalls immer noch auf einen guten 14. Platz geschafft. Mit einem Verbrauch von 19,45l/100km  konnten wir auch im Bereich Fuel efficiency einen guten 15. Platz im Mittelfeld belegen. Insgesamt haben wir uns also deutlich verbessern können,aber unseren Endgegner Murphy (Wikipedia: "Murphys Gesetze") haben wir immer noch nicht bezwungen. Trotzdem war es ein sehr schönes Event, und GET racing wird bei der nächsten Gelegenheit wieder zur FSH fahren.

 

 
Formula Student Hungary – Dritter Tag

Der heutige Tag war vollgepackt mit dynamischen Events: Vormittags waren Acceleration, Skid Pad und die Testing Area geöffnet, mittags wurde umgebaut und nachmittags fand das Autocross statt. Nach ein wenig Feinjustage am Schaltsystem und „zufälligem Vergessen des Reifenstapels in der Sonne“ (Reifen vorwärmen ist schließlich verboten) übten die Fahrer des Tages zunächst in der Testing Area. Anschließend fuhren wir Acceleration (Michael Baumeister und Tilman Schröder) und Skid Pad (Tilman Schröder und Kevin Breuer). Unsere jeweiligen Bestzeiten betrugen 4,36 Sekunden @ 92 km/h beim Acceleration und 5,27 Sekunden beim Skid Pad.
Nach dem Mittagessen fuhren Martin Jentsch und Carsten Westermann das Autocross. Letzterem gelang es dabei sogar, die zwischenzeitlich schnellste Runde zu fahren. Vollkommen beschädigungsfrei blieb das Auto während des intensiven Fahrbetriebs der letzten Tage zwar nicht, aber die beschädigten Teile sind bereits wieder repariert. Letztendlich sind wir nun für das morgen stattfindende Endurance Race im guten Mittelfeld platziert und freuen uns auf einen erfolgreichen letzten Tag.

Einige Videoimpressionen finden sich hier:

GETracing - Formula Student Hungary 2011 - Autocross from GETracing Dortmund on Vimeo.

GETracing - Formula Student Hungary 2011 - Acceleration from GETracing Dortmund on Vimeo.

 
Formula Student Hungary – Zweiter Tag

Heute fanden die statischen Events statt. Als erstes wurde die Business Plan Presentation von Cristoph Deussen gehalten, anschließend fand das Design Event statt. Hier gab es eine Abweichung vom üblichen Prozedere: Es gab zwar mehrere Design-Judge Teams, aber jedes Team war für einen Bereich, z.B. Powertrain, zuständig. Auf diese Weise wurde jeder Bereich jedes Autos von den selben Judges bewertet. So ist eine absolut faire Bewertung gewährleistet. Zu guter letzt fand das Cost event statt. Dank besserer Vorbereitung verliefen die statischen Events deutlich vielversprechender als in Hockenheim.
Parallel dazu haben wir ausgiebig getestet. Da der Untergrund hier extrem griffig ist, waren ein paar Modifikationen am Fahrwerk nötig. Dies ist nun passiert, und alle Fahrer hatten die Gelegenheit, auf dem Testgelände zu üben. Auch deswegen blicken wir zuversichtlich auf den morgigen Tag, an dem Acceleration Event, Skid Pad und Autocross stattfinden werden.

 

 
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