Events 2017

Formula Student Netherlands

Ort: TT Circuit Assen

GET racing blickt auf erfolgreichstes Event der Teamgeschichte zurück

Als eines der ersten Teams schlugen wir am Samstag unsere Zelte auf dem Campingplatz auf, um gut vorbereitet ins Event starten zu können. Am Wochenende konnten wir so noch den letzten Schliff an unseren Präsentationen für die statischen Disziplinen vornehmen und am Sonntag unsere Pit aufbauen. Der Montag begann mit dem Scrutineering, der technischen Abnahme des Wagens, bei der die Offiziellen nichts zu beanstanden hatten: Scrutineering sowie Tilt und Noise Test bestand der FS216 jeweils im ersten Anlauf. Zwar führten kleinere Mängel an der Elektronik und im Bremssystem dazu, dass der Wagen ein zweites Mal beim Brake Test antreten musste, dennoch hatten wir durch das zügige Bestehen der Abnahme wertvolle Zeit zur Vorbereitung auf die Disziplinen gewonnen. Ebenfalls am Montag stand für uns die Business Plan Presentation, bei der unsere Wirtschaftsexperten ein virtuelles Vermarktungskonzept vorstellten, und das Engineering Design Event an, bei dem wir einer Jury aus erfahrenen Ingenieuren Rede und Antwort bezüglich unserer Konstruktion standen. Der Dienstag stand im Zeichen des Cost and Manufacturing Events, bei dem den Judges die Kalkulation für jedes am Wagen verbaute Teil erläutert wird. Außerdem konnten wir erfolgreich die Fehler vom Vortag beheben und so – rechtzeitig zu den dynamischen Disziplinen – am Dienstagabend den letzten benötigten Sticker auf der Haube des Wagens anbringen. In der Practise Area konnten unsere Fahrer dann mit dem Wagen erste Erfahrungen auf holländischem Asphalt sammeln. Gut vorbereitet konnte so der FS216 am Mittwochmorgen zu den ersten Disziplinen antreten: Acceleration und Wet Pad. Während beim Acceleration Event die Reaktionszeit unserer Fahrer und die Beschleunigung des Wagens entscheiden, geht es beim Wet Pad darum, auf einem bewässerten Kurs eine „Acht“ zu fahren und dabei Fingerspitzengefühl bei der Fahrzeugkontrolle zu beweisen. Beide Disziplinen konnten von uns erfolgreich abgeschlossen werden. Nach weiteren Übungsstunden in der Practise Area und letzten Setupmaßnahmen traten wir abends beim Autocross an, dem Qualifying für das Endurance am darauffolgenden Tag, bei der uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte: Genau zu unserem Startzeitpunkt setzte Regen ein. Unsere Fahrer mussten unter äußerster Vorsicht auf Slicks den Track umrunden, sicherten uns so aber erfolgreich die Teilnahme beim Endurance. Die Wetterkapriolen setzten sich auch am Donnerstag fort, als wir zum Endurance Run starteten. Der Wagen zeigte sich aber überaus zuverlässig und absolvierte die 22km inklusive vorgeschriebenem Fahrerwechsel überzeugend. Nach mehreren Stunden des Wartens im Parc fermé war das Ergebnis dann amtlich: Die Judges hatten keine Beanstandungen im Nachhinein. Damit hatte der FS216 sein erstes Endurance erfolgreich absolviert! Bei der Award Ceremony am Abend hatten wir jedoch noch viel größeren Anlass zur Freude: In der Wertung „Fuel Efficiency“ belegten wir mit 98,15 von möglichen 100 Wertungspunkten den dritten Platz und erhielten dafür den ersten Award in unserer Teamgeschichte. Überaus zufrieden mit den Ergebnissen konnten wir so den Heimweg nach Dortmund antreten.

Unsere Erfolge in Kürze:

  • Platz 8 von 31 in der Gesamtwertung 
  • Platz 4 von 21 unter den Wagen mit Verbrennungsmotor 
  • Platz 3 in der Wertung „Fuel Efficiency“

Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Unterstützern des Teams, die uns diesen Erfolg ermöglicht haben und freuen uns auf die kommende Saison, in der wir mit dem neuen Wagen an diese Erfolge anknüpfen wollen. Außerdem danken wir unseren befreundeten Teams, vor allem RUB Motorsport von der Ruhr-Universität-Bochum, für den freundschaftlichen Kontakt auf dem Event und nicht zuletzt den Organisatoren des FSN, die für den reibungslosen Ablauf dieses neuen Events sorgten.

Ihr/Euer GET racing Team

Schaut euch unsere Bilder Gallerie aus den Niederlanden an

 

Formula Student Austria

Ort: Red Bull Ring Spielberg

Ein knappes Nachrücken drei Tage vor dem Startschuss für die Formula Student Austria ermöglichte uns kurzfristig die Teilnahme am prestigeträchtigen Event am Red Bull Ring in der Steiermark. Nachdem wir schon gar nicht mehr damit gerechnet hatten, konnte eine kleine Gruppe unseres Teams kurzfristig umorganisieren, um so die Chance wahrzunehmen, an dem mit hohem Niveau besetzten Event teilzunehmen.Ein eng gestrickter Zeitplan verlangte unseren Teammitgliedern alles ab, dennoch schafften wir es, an allen statischen und dynamischen Events teilzunehmen und gleichzeitig noch wichtige Kontakte zu knüpfen und Informationen auszutauschen, welche in den nächsten Rennwagen von GET racing einfließen werden.

Ankunft:

Nach langer Fahrt fanden wir uns in der bildschönen Steiermark bei Spielberg wieder. Mitten in die Landschaft wurde hier der ehemalige A1 Ring von Red Bull umbenannt und komplett modernisiert. Dadurch finden hier nun wieder Serien wie die Formel 1, die MotoGP und in dieser Woche die Formula Student statt. Camp und Pit waren schnell aufgebaut, da wir mit wenigen Teammitgliedern angereist sind und daher auch nicht viel mitgebracht hatten. Ungewöhnlich für uns war die Lage der Pit. Da wir für einen E-Wagen nachgerückt waren, befanden wir uns in den Pits der E-Wagen. Doch auch dort konnten wir viele Informationen austauschen und anderen Teams helfen und selber nach Hilfe fragen.

Scrutineering:

Bekanntlich ist die technische Abnahme in der FSA sehr streng. Umso wichtiger war es, dass wir eines der ersten Teams waren, welche sich dafür angestellt haben. So konnten wir die erste Runde der technischen Abnahme schnell beenden und die gewünschten Änderungen der Scrutineers während des Rest des Tages vornehmen. Am nächsten Morgen konnten wir dann in der zweiten Runde die technische Abnahme bestehen. Gleichzeitig standen die Statics auf dem Plan. So mussten wir unser Scrutineering unterbrechen, um an dem Design Report und dem Cost Event teilzunehmen. Aufgrund unserer geringen Personenanzahl waren diese schwieriger umzusetzen als in den Niederlanden. Dennoch konnten wir viele Informationen für unser Team in Dortmund sammeln, welche wir für die nächsten Statics anwenden werden. Danach lief uns die Zeit weg und wir konnten nur noch den Tilt Table Test und den Noise Test absolvieren, bevor um Punkt 18:00 Uhr der Brake Test für den heutigen Tag geschlossen wurde.

Dynamics:

Am nächsten Morgen ging es darum, möglichst schnell den Brake Test zu bestehen, um die ersten dynamischen Disziplinen zu fahren. Wir konnten den Brake Test schnell und erfolgreich absolvieren und direkt den langen Weg zur Dynamic Area antreten. Hier konnten wir bei allen möglichen Läufen im Acceleration und auch im Skid Pad gut antreten. Am Nachmittag stand noch Autocross auf dem Plan. Hierbei hatten wir vor allem das Wetter im Blick, denn gegen Abend sollte ein Gewitter aufziehen. Somit haben wir unsere zwei Läufe sehr früh gestartet, was sich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte. Denn als wir schon in der Pit waren, und erst die Hälfte aller Teams gefahren war, begann ein Unwetter und das Event musste unterbrochen werden. Einige Autos haben im Regen starken Schaden genommen, da der Rückweg in die Pits am Red Bull Ring sehr lang ist. Gegen Abend wurde die Strecke noch einmal kurz unter nassen Bedingungen geöffnet, damit einige Teams noch eine Zeit setzen konnten. Da haben wir allerdings schon die letzten Vorbereitungen für das am nächsten Mittag stattfindende Endurance getroffen. Die erste Hälfte der 22 km konnten wir ohne Probleme bewerkstelligen. Jedoch schien sich während der Fahrt ein Teil am Bremssystem gelöst zu haben, was dazu führte, dass uns die Scrutineers beim Fahrerwechsel das Weiterfahren untersagten. Obwohl wir selbstverständlich enttäuscht waren, weil der FS216 in den Niederlanden schon ein Endurance erfolgreich absolviert hatte, konnten wir die Entscheidung zugunsten unser aller Sicherheit dennoch nachvollziehen. Nach dem Abbau unserer Pit folgte nur noch die Award Ceremony und anschließend eine lange Heimfahrt.

Fazit:

Die Formula Student Austria ist ein Event mit einem sehr hohen Niveau. Aufgrund der begrenzten Plätze kommen hier nur die besten Teams der Welt rein. Umso stolzer können wir sein, dass wir es geschafft haben – trotz des kurzfristigen Nachrückens – auch mit wenigen Teammitgliedern bei allen statischen und dynamischen Disziplinen anzutreten. Wichtig für uns war es vor allem, viele Informationen mit nach Hause zu nehmen, wo die anderen Teammitglieder fleißig am nächsten Rennwagen arbeiteten. Sehr gut hat bei uns die straffe Organisation und die Pünktlichkeit im Team funktioniert. Dies konnten wir bei den dynamischen Disziplinen beweisen. Der Ausfall im Endurance war sehr knapp und leider nicht vorhersehbar. Gerne hätten wir dieses natürlich beendet, um noch ein paar Plätze im Ranking vorzurücken. Nichtsdestotrotz haben wir vor allem in den statischen Disziplinen Lücken bei uns erkannt, welche wir bis zum nächsten Jahr schließen werden. Insgesamt sind wir sehr froh, trotz schwieriger Umstände teilgenommen zu haben, um uns, die TU Dortmund und natürlich unsere Sponsoren zu präsentieren. Wir konnten viele Informationen sammeln, welche uns helfen, den nächsten Wagen zu bauen. Der FS216 ist nun nach vier kompletten Events  in seinen verdienten Ruhestand getreten und der Fokus liegt auf unserem nächsten Rennwagen. Wir freuen uns darauf, mit dem neuen Wagen in Österreich antreten zu können.

Eine Teilnahme an der Formula Student und an einem so großen Event wie der FSA geht nicht ohne Hilfe. Zuallererst möchten wir daher unseren Sponsoren und Unterstützern danken. Zusammen konnten wir einen Rennwagen bauen, der nun vier Events erfolgreich beendet hat.
Außerdem haben wir bei der FSA – ganz im Sinne der Formula Student Family -, Hilfe von anderen Teams bekommen. Dabei möchten wir uns besonders bei

Bodensee racing Team und

Baltic racing Team

bedanken.

Vielen herzlichen Dank allen Sponsoren und Unterstützern!

Ihr/Euer GET racing Team

Bilder folgen in Kürze