Events 2011

Formula Student Hockenheim

Tag 1: Erfolgreiche Ankunft in Hockenheim

Nachdem in der vergangenen Nacht noch etliche Optimierung an unserem Wagen vorgenommen worden sind, galt es dennoch am heutigen Tage sehr früh alle für das Event benötigten Dinge sorgfältig zu verpacken und in unserem Transporter, welcher netterweise durch den Dortmunder Motorsportclub bereitgestellt wurde, sicher zu verstauen. Doch trotz einiger sperriger Gegenstände, konnten wir letztendlich doch pünktlich in Dortmund aufbrechen. Nach knapp 300 Autobahnkilometern und ca. 4 Stunden Fahrzeit haben wir unser Ziel erreicht, den Hockenheimring. Zu Beginn galt es sich auf einem der benachbarten Campingplätze einzurichten ehe es zum ersten Mal hieß: anstellen. Denn ohne vorherige Registrierung, kein Einlass in den Boxenbereich. Nachdem alle formalen Prozesse erledigt wurden, konnte auch die eigene Box bezogen und sämtliches Equipment ausgeladen werden. Nachdem auch für ein ausreichendes leibliches Wohl gesorgt wurde, galt es Kräfte für die finalen Optimierungen am folgenden Tag zu tanken.

Tag 2: Dashboard Probleme und die Hilfsbereitschaft anderer Teams

Schon früh haben einige Teammitglieder für frische Brötchen und somit eine reichhaltigen Frühstückstisch gesorgt. Direkt im Anschluss galt es sich jedoch sich dem eigenen Wagen zu widmen, denn es mussten noch einige Dinge fertiggestellt bzw. optimiert werden. So galt es unter anderem den Unterboden aus Glasfaser anzupassen und zu versteifen sowie das Dashboard in die Boardelektronik zu integrieren. Zudem wurden auch noch einmal alle Teile im Detail auf ihre Regelkonformität hin überprüft und gegebenenfalls abgeändert. Gerade bei diesen Arbeiten war die Kollegialität unter den Teams hautnah zu spüren. Denn trotz der Tatsache, dass etliche Teams noch eifrig am Arbeiten waren, so wurde Hilfsbereitschaft bei allen großgeschrieben. Trat einmal ein Problem auf bei dem man selber nicht mehr weiter wusste, standen direkt etliche andere Teams mit Rat und Tat zur Seite. Da der Teufel bekanntlich im Detail steckt erstreckten sich diese Arbeiten über den gesamten Tag. Doch nun steht der Wagen auf seinen eigenen vier Rädern und ist bereit am morgigem Tag den kritischen Augen der Jurier auszugesetzt zu werden.

Tag 3: Technische Abnahme

Bereits vor dem ersten Sonnenschein klingelten die Wecke um pünktlich für die erste Fahrerbesprechung des Events vor Ort zu sein. Neben einigen allgemeine Regeln wurde noch einmal speziell auf die Gegebenheiten des Tages eingegangen ehe sich anschließend alle Teams den eigenen Autos widmen konnten. Für uns galt es noch einmal alle Verbindungen zu überprüfen und uns anschießend in die Schlange des Scrutineering einzureihen. Nach einer knapp zweistündigen intensiven Prüfung stand leider fest, dass noch einige Dinge nachgearbeitet werden müssten. Auch wenn einige Kritikpunkte sicherlich Auslegungssache sind, so gab es leider auch einige unstrittige Dinge seitens der Juroren zu bemängeln. Insgesamt zogen sich alle anschließenden Änderungen leider bis in die Nacht hin, sodass es nicht mehr möglich war sich noch am gleichen Tag ein weiteres Mal den kritischen Augen der Jury für die finale Abnahme zu stellen.

Tag 4: Wir haben Sie!

Nun haben wir sie, alle vier Aufkleber der technischen Abnahme!

Bestanden wurden: Scrutineering, Tilt Table, Noise Test, Break Test!

Das Tüfteln und Schrauben der letzten Tage hat sich gelohnt. Morgen früh geht es direkt als eines der ersten Teams in das Hauptrennen!

Tag 6: Hauptrennen (fast) erfolgreich abgeschlossen

Auf Grund fehlender Rennresultate aus den Vorläufen durften wir heute als erstes Team das Hauptrennen (Endurance) bestreiten. Trotz widriger Bedingungen und einer sehr rutschigen Strecke, hat unser Auto nahezu allen Erwartungen entsprochen und es konnten sehr gute Rundenzeiten gefahren werden.

Doch leider trat nach ca. 2/3 der zu absolvierenden Renndistanz ein unvorhersehbares Fehlverhalten des Gaszuges auf. Diese Panne hat uns dazu gezwungen, das Auto vorzeitig (aber immerhin noch aus eigener Kraft) von der Strecke zu fahren.
Da auch weiterhin andere Teams die Möglichkeit haben mit ihrem Auto anzutreten, ist im Moment ein finales Resultat noch nicht absehbar.
Dennoch sind wir über den Verlauf der kompletten FSG2011 sehr zufrieden!

Tag 7: Rückkehr aus Hockenheim

Wir sind heute in den (sehr frühen) Morgenstunden wieder in Dortmund angekommen. Die FS Germany hat mal wieder ein beeindruckendes Event auf die Beine gestellt und wir alle sind stolz, ein Teil davon gewesen zu sein. Obwohl wir mit sehr großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, haben wir es dennoch geschafft, beim Endurance-Rennen anzutreten. Wir sind sogar eines der wenigen — etwa 30 — Teams und sogar das erste, dessen Auto einen Platz im Parc Fermé für einen erfolgreichen Fahrerwechsel nach der ersten Hälfte des Rennens bekam.
Wir möchten uns recht herzlich bei all unseren Sponsoren und Unterstützern bedanken, die die Konstruktion unseres Rennwagens und die Teilnahme an der Formula Student erst möglich machen.
Nun beginnen die Vorbereitungen für FS Hungary am 18. August.

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Formula Student Hungary

Tag 1: Auf geht’s nach Györ

Zum zweiten Mal in dieser Saison wurde der Transporter beladen und alle wichtigen Dinge aus der Werkstatt in Transportkisten verpackt, denn ein weiteres Event steht an. Dieses Mal in Györ, Ungarn.

Nachdem wir in Hockenheim bereits ein erfolgreiches Endurance fahren konnten, möchten wir in Ungarn an diese Leistungen anknüpfen.

 

 

Tag 2: Aufbau, Scrutineering und hervoragendes Catering

Nach der 16-Stündigen Autofahrt gestern und einer erholsamen Nacht im Student Hostel der Universität Györ ging es heute Morgen frisch ans Werk. Nachdem die Box aufgebaut, ein- und aufgeräumt war, wurden die letzten Einstellarbeiten am Auto fertiggestellt. Anschließend ging es zum Scrutineering, welches beim ersten Versuch ohne Mängel bestanden wurde. Im direkten Anschluss wurde der Tilt Table bestanden.

Nach dem darauffolgenden Mittagsmahl im Catering Tent (hervorragend!) wurde der Noisetest mit S110 dB, und direkt danach der Braketest auf Anhieb bestanden. Wir sind sehr froh den Tag so erfolgreich beendet zu haben und stolz, dass bei keiner technischen Abnahme ein zweiter Versuch nötig war.

Morgen finden die statischen Events statt, und in den Pausen werden wir ausgiebig testen.

Tag 3: Business Plan Presentation und testen, testen, testen

Heute fanden die statischen Events statt. Als erstes wurde die Business Plan Presentation von Christoph Deussen gehalten, anschließend fand das Design Event statt. Hier gab es eine Abweichung vom üblichen Prozedere: Es gab zwar mehrere Design-Judge Teams, aber jedes Team war für einen Bereich, z.B. Powertrain, zuständig. Auf diese Weise wurde jeder Bereich jedes Autos von den selben Judges bewertet. So ist eine absolut faire Bewertung gewährleistet. Zu guter letzt fand das Cost event statt. Dank besserer Vorbereitung verliefen die statischen Events deutlich vielversprechender als in Hockenheim.

Parallel dazu haben wir ausgiebig getestet. Da der Untergrund hier extrem griffig ist, waren ein paar Modifikationen am Fahrwerk nötig. Dies ist nun passiert, und alle Fahrer hatten die Gelegenheit, auf dem Testgelände zu üben. Auch deswegen blicken wir zuversichtlich auf den morgigen Tag, an dem Acceleration Event, Skid Pad und Autocross stattfinden werden.

Tag 4: Viel zu tun an so einem Tag

Der heutige Tag war vollgepackt mit dynamischen Events: Vormittags waren Acceleration, Skid Pad und die Testing Area geöffnet, mittags wurde umgebaut und nachmittags fand das Autocross statt. Nach ein wenig Feinjustage am Schaltsystem und „zufälligem Vergessen des Reifenstapels in der Sonne“ (Reifen vorwärmen ist schließlich verboten) übten die Fahrer des Tages zunächst in der Testing Area. Anschließend fuhren wir Acceleration (Michael Baumeister und Tilman Schröder) und Skid Pad (Tilman Schröder und Kevin Breuer). Unsere jeweiligen Bestzeiten betrugen 4,36 Sekunden @ 92 km/h beim Acceleration und 5,27 Sekunden beim Skid Pad.
Nach dem Mittagessen fuhren Martin Jentsch und Carsten Westermann das Autocross. Letzterem gelang es dabei sogar, die zwischenzeitlich schnellste Runde zu fahren. Vollkommen beschädigungsfrei blieb das Auto während des intensiven Fahrbetriebs der letzten Tage zwar nicht, aber die beschädigten Teile sind bereits wieder repariert. Letztendlich sind wir nun für das morgen stattfindende Endurance Race im guten Mittelfeld platziert und freuen uns auf einen erfolgreichen letzten Tag.

Einige Videoimpressionen finden sich hier:

GETracing – Formula Student Hungary 2011 – Acceleration from GET racing Dortmund on Vimeo.

GETracing – Formula Student Hungary 2011 – Autocross from GET racing Dortmund on Vimeo.

Tag 5: Das Endurance und Murphys Gesetze

Heute fand das Endurance Race statt. Die Startreihenfolge des Endurance ist umgekehrt der Bestzeiten des Autocross.

Einige Teams, die in der Startreihenfolge weit vorne waren, konnten ihr Auto nicht rechtzeitig startklar machen, sodass wir schon an zehnter Stelle gestartet sind. Die erste Hälfte des Rennens bestritt Christoph Skibbe. Alles lief ohne Probleme und wir waren guter Dinge. Beim Fahrerwechsel stellte sich jedoch heraus, dass der Kühler aufgesetzt war und dadurch Wasser verlor. Unter diesen Umständen verboten uns die Marshalls, das Rennen fortzusetzen. Ironie des Schicksals: Sowohl der Kurs in Hockenheim als auch unsere Teststrecke sind deutlich unebener als der hiesige Kurs.

Wir vermuten, dass der Wagen auf Grund des immensen Grips sich auch stärker zur Seite neigen und deshalb erst mit

dem Kühler aufsetzen konnte. Im Gesamtergebnis sind wir auf dem 21. Platz gelandet was ohne Defekt sicherlich nicht so ausgegangen wäre. Im Endurance haben wir es trotz unseres Ausfalls immer noch auf einen guten 14. Platz geschafft. Mit einem Verbrauch von 19,45l/100km  konnten wir auch im Bereich Fuel efficiency einen guten 15. Platz im Mittelfeld belegen. Insgesamt haben wir uns also deutlich verbessern können, aber unseren Endgegner Murphy (Wikipedia: “Murphys Gesetze”) haben wir immer noch nicht bezwungen. Trotzdem war es ein sehr schönes Event, und GET racing wird bei der nächsten Gelegenheit wieder zur FSH fahren.

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